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Podiumsdiskussion "Identität und Integration"

Pressemitteilung

2011-10-28-Podium_St_Ulrich.jpg

 

URTIJËI/ST. ULRICH - In der Podiumsdiskussion "Identität und Integration" wollten der Südtiroler Schützenbund und die Schützenkompanie St. Ulrich einmal mehr der Frage des Zusammenlebens der in Südtirol anwesenden Volksgruppen auf den Grund gehen. Harald Stauder, der die Veranstaltung moderierte, hat die verschiedenen Sichtweisen zunächst gesammelt und dann zur Diskussion gestellt.

 

Eine Reihe von Persönlichkeiten war zur Podiumsdiskussion geladen worden, die kürzlich im Kulturhaus von St. Ulrich stattfand. Im Mittelpunkt der Gespräche stand die Frage der Identität und Integration. DDr. Othmar Moroder machte mit seinem Impulsreferat den Auftakt, worin er unter anderem feststellte, dass es für Minderheiten entweder Integration oder Assimilation gebe. Dabei ging er auf das Verhältnis zwischen den verschiedenen Volksgruppen in Südtirol ein. Moroder meinte, dass die Italiener von den Südtirolern verlangen würden, dass diese Italiener werden sollten. Von den Ausländern, wie den Pakistanern und Marokkanern, würden dies die Italiener jedoch nicht fordern.

 

Angeregt ging es in der Diskussion weiter, nachdem Sven Knoll (Süd-Tiroler Freiheit), Pius Leitner (die Freiheitlichen), Günther Morat (Südtiroler Schützenbund), Thomas Piccolruaz (SVP), Günther Pitscheider (Gröden Marketing) und Brigitte Foppa (Grüne) ihre Stellungnahmen abgegeben hatten.

 

Pius Leitner forderte, dass Ausländer ausschließlich als Gastarbeiter geholt werden sollten, und bekräftigte, dass sie sich an die Südtiroler Gegebenheiten anpassen müssten und nicht umgekehrt. Brigitte Foppa forderte mehr Verständnis für die Einwanderer. Günther Morat stellte fest, dass Sprache, Tradition, Brauchtum und das Akzeptieren der Tiroler Kultur für Integration wichtig sei. Für Sven Knoll funktioniere die Integration nicht, weil es ein falsch verstandenes Toleranzbewusstsein gebe. Er befürchtet, dass die Ausländer zu Italiener werden und dadurch die deutsche und ladinische Volksgruppe in Südtirol schwächen. Günther Pitscheider betonte, dass Südtirol Ausländer brauche, diese sich aber an die örtlichen Gegebenheiten anpassen müssten, damit Integration funktioniere. Thomas Piccolruaz forderte eine Bringschuld von den Ausländern ein. Wenn diese Bereitschaft bestünde, könne man ihnen eine Chance geben für ein lebenswertes Leben in Südtirol.

 

Vom Publikum wurde besonders der Identitätsverlust der Ladiner angeprangert. Beispielweise wurde der deutsche und ladinische Name Gröden - Gherdëina auf dem Werbelogo von der "Marketing Gröden" durch den italienischen Namen Val Gardena verdrängt. Ebenfalls wurde kritisiert, dass sich einige Grödner nicht mehr als Tiroler, sondern als Italiener sehen würden.

 

Es folgten noch einige interessante Stellungnahmen und Fragen aus dem Publikum, bevor gegen 22.30 Uhr die rund 150 Teilnehmer die Veranstaltung angeregt diskutierend verließen.

 

Weitere Eindrücke:



© 2010 Schützen Gröden



Aktualisierung: 02. Nov. 2011